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Grenzkommando Sued

Ende der 60er Jahre war der Übergang zur politisch-militärisch geführten, militärisch ausgebildeten und ausgerüsteten Grenztruppe abgeschlossen. Am 23.10.1969 fasste der Nationale Verteidigungsrat den Beschluss, die Führungsorgane und sicherstellenden Einheiten in den Grenztruppen zu reduzieren und eine einheitliche Struktur zu schaffen.

Dies sollte der Einsatz der Grenzkompanie (GK) in der Grenzsicherung und die Schaffung schlagkräftiger Reserven für die Grenzsicherung im Frieden und Verteidigungsfall gewährleisten. Zu diesem Zweck wurden 3 Grenzkommandos (GKN - Kalbe/Milde und Beetzendorf - später Stendal, GKM - Berlin und GKS - Erfurt) gebildet. sie sollten das enge Zusammenwirken mit den Militärbezirken der NVA und den Verbänden der GSSD ermöglichen.

Das Grenzkommando Süd (GKS) wurde auf Befehl Nr.138/70 des MfNV vom 27.10.1970 aus den Beständen der 9.Grenzbrigade (GBr) Erfurt, der 11.GBr Meinigen und der 13.GBr Rudolstadt in der Dislozierung rechts Grenzsäule Nr. 1026 (Bezirksgrenze Erfurt-Magdeburg) und links der Grenzsäule Nr.XXIII/13/8 (bei Ebmath im Bezirk Karl-Marx-Stadt) formiert. Die Grenzlänge betrug 806,9 km, davon 799,25 km zur BRD - Grenzsäule Nr.2735- (Angaben zu den Grenzlängen differieren in anderen Dokumenten - auch bei den Grenzregimentern - geringfügig). Davon ca. 367 km offenes Gelände, ca.395 km bewaldet und ca. 45 km Flussgrenze. Vor allem die Grenzabschnitte des GR-4, GR-3, GR-15 und GR-10 trugen Mittelgebirgscharakter. Im Schutzstreifen befanden sich 42 Ortschaften. Die Stäbe der GBr`n, des GR-5 Nordhausen, GR-2 Eisenach und GR-11 Zschachenmühle wurden aufgelöst. Der Personalbestand wurde in die verbliebene Stäbe und Einheiten eingegliedert. Die GRer der ehemaligen 9. und 13.GBr wurden von der Verantwortung für die Ausbildung der Soldaten und Unteroffiziere entlassen (in der 11.GBr bereits seit Ende 1965). Die Ausbildung der Soldaten erfolgte jetzt in den GAR-11 Eisenach und GAR-12 Rudolstadt. Die Ausbildung der Unteroffiziere erfolgte in Verantwortung des Kommandos der Grenztruppen (KGT) Potsdam und Glöwen, ab 1973 an der US-VI in Perleberg.



eine Übersicht zur Chronik, hier der Link : History - Die Grenztruppen im Süden der DDR