header

Kaltenwestheim

Grenzertreffen in der Rhön 2009

Grenzertreffen Bilder 

Mark Flowrs (2/11.ACR)  und 8 Grenzer mit Familie zum Camping in Kaltenwestheim, Ausflüge und Gespräche bis tief in die Nacht.           
Da ist sie wieder die Frage: Wer hat an der Uhr gedreht ? Es ist noch viel zu früh, um vom Grenzer-Treffen zu berichten, denn a) die vielen Eindrücke sind noch gar nicht verarbeitet und b) fehlen mir noch klare Bilder!

 

Freitagmittag stand mein "Grenzer-Taxi" vor der Tür und mit flinken Gaspedal ging es los nach Kaltenwestheim.

Es ist jedesmal ein beeindruckendes Gefühl, die alte Grenzerkaserne, eingebettet in eine wundervolle Landschaft, schon von weitem zu sehen.
Spätestens nach Passieren des KDL`s hat man das Gefühl, daß hier irgendwie die Zeit stehen geblieben oder zumindest etwas langsamer vergangen ist.

Letztes Jahr hatte ich noch ein bisserl Bammel, denn schließlich bin ich ja nur ein "Halbblut-Grenzer", was dann aber vollkommen unbegründet war.

Plötzlich waren sie wieder da, die bekannten Gesichter und die übliche stürmische Begrüßung, die folgte.
Ha ... und was war das ?! “Trulla”-Alarm, sie waren auch wieder alle da (, die Albträume!) und grinsten verdächtig. Jetzt galt es heraus zu finden, ob sie mich an- oder auslachten oder gar wieder einen Putsch mit verbundener Machtübernahme planten. Das sind nämlich solche: Vorne rum - “Schatz, möchtest du ein Bier?” - “Ja!” - Aber dann - “Hol´s dir selbst aus dem Kühlschrank!”
Nach und nach trudelten auch noch andere Kameraden ein und wir begannen unser “Beduinendorf” zu errichten.

Wir vergaßen auch nicht, in alter “Grenzhund-Rüden-Manier”, unser Revier zu markieren. Also hob unser “Grenzfuchs” Tilo das rechte Bein ...
und begann den alten "Funkmast" zu ersteigen (besteigen klingt zu blöd!). Mit Entsetzen mußte ich aber feststellen, dass er diese von der falschen Seite, außerhalb der "Fallsicherungsringe" tat. Am Sonntagvormittag, als ich hoch mußte, war mir klar warum er das gemacht hatte - auch Eisenringe laufen mit den Jahren ein! Wohl in Physik nicht aufgepaßt?
Trotzdem wehte unsere Fahne dieses Wochenende wieder über der Rhön.
Schnell wurde es dunkel und es wurde Zeit, sich am Feuer zu finden. Es machten wieder zahlreiche Episoden aus der Dienstzeit die Runde, aber auch andere Sachen. Bei dem einen bewirkten diese, dass Zunge lockerer und bei dem anderen schwerer wurde.
Ich mußte mit Schrecken feststellen, dass es wieder eine lange, viel zu kurze Nacht war, als mich die ersten Sonnen-strahlen trafen.
Da meine Befürchtungen wegen des Putsches noch nicht ausgeräumt, im Gegenteil - durch die ersten Schießübungen einiger Damen am Nachmittag noch bestärkt worden waren, wurde ein Doppel-posten eingeteilt.

Infolge der allgemeinen Finanzkrise war das Objekt doppelt belegt. Allerdings war ich mir nicht sicher, ob die anderen Gäste wußten, welches "Spaßpaket" sie gebucht hatten?!
Alten militärischen Gepflogenheiten folgend, nach denen so ein "grenzgeweihter" Ort förmlich schreit, ertönte ein schöner langer Pfiff und das Kommando "Raustreten zum Morgenappell!".
Da ich aber gesundheitlich noch etwas "angeknackst" war, fiel das etwas kläglich aus. Zu dieser für andere etwas unchristlichen Zeit ein Glück ... für diese.
Trotzdem ging bei den anderen Gästen eine Tür auf und ... ich verzichtete großzügigerweise auf die weiteren Kommandos:
"Andere Gäste raus-treten, beim Spieß Einberufungsbefehle empfangen! Wehr-dienstverweigerer mit Spaten hinter der Ga-rage antreten!", ich sah den Albtraum aller Schwiegermütter - einen Biker. Vor zwan-zig Jahren kein Problem, so mußte ich aber an diesem Morgen feststellen, hatte ich Glück! Verschlafen und abwinkend schloß er wieder die Tür.

Nach dem Frühstück gab es dann ein Zusammentreffen mit den Männern der Kameradschaft "Florian Geyer" und es gab wieder reichlich zu erzählen.
Um die Frauen von ihren Putschgedan-ken abzulenken, wurde eine Aufklärung in Richtung Hildburghausen, mit Besuch einer Versorgungsstelle mit köstlichen russischen Spezialitäten, unternommen. Mit letzter Kraft gelangten wir dann wieder ins Objekt. Nun folgte individuelle Freizeitge-staltung die Ullus, Rekruten-Heizer Adrian und ich nutzten, mit den ortsansässigen Diensthunden Unterordnung zu üben.
Leider zog sich schon kurze Zeit darauf der Himmel zu .... aber wozu hat man denn eine Grenzerkaserne?!

Ein bunter Abend, der sich wieder stark in die Länge zog und bei dem auch an die 60%iger Hexentreibstoff verteilt wurde, schloß sich an. Es wurde ein "lächerlicher" Abend, denn gelacht haben wir bis es vor Schmerzen nicht mehr ging!
Sonntagmorgen dann Frühstück - ohne Sonntagskuchen, dafür mit anderen leckeren Schlemmereien.
Schnell geschlechtsspezifisch die Reviere verteilt, Ordnung und Sicherheit wieder hergestellt sowie Fahne vom Funkmast einholen. Aber das Schlimmste kommt immer zum Schluß: der Abschied!

Ach ja, als Angehöriger der zweiten Rückverlegungswelle konnte ich dann noch einen ehemaligen, amerikanischen Gegner kennen lernen. Der innerhalb weniger Sekunden, selbst im Halbdunkel des Kompanieflures, sofort feststellte, daß ich kein üblicher Grenzer war! War ich auf der falschen Seite gegangen? Er hat´s mir nicht verraten.
Gegen Mittag, mit viel Wehmut im Herzen, war ich dann wieder zu Hause.
Besonderer Dank an Scotti für die Or-ganisation und Tilo für die Taxi-Fahrt. Ich freue mich schon auf´s nächste Mal!

Euer Karli
(leicht überarbeitete Version für ROM 07/2009 - Seite 17)

Treffpunkte

Nebenstehend eine Karte, in der Sie sehen können, wo unsere Treffen stattfinden.

Um Ihren Weg zu einem Treffpunkt anzeigen zu lassen wählen Sie den Treffpunkt aus der Liste.

From Address: To: